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Classics
REGELN / SICHERHEIT IN DER DDR




In der DDR wurde in folgenden Klassen eine DDR-Einzelmeisterschaft ausgeschrieben: Außenbordrennboote bis 175 cm³ (OJ), bis 250 cm³ (OA), bis 350 cm³ (OB) und bis 500 cm³ (OC) sowie in der Klasse der Inbordrennboote bis 1000 cm³ (R 1). Zur Förderung des Nachwuchses im Motorbootrennsport wurde 1979 die Klasse OSC bis 500 cm³ gegründet.

Auch hier wurde damals die Rennstrecke für den normalen Schiffsverkehr vorher gesperrt. Gefahren wurde eine Rundstrecke mit einer Distanz von 2000 m pro Runde und 5 Runden pro Lauf. Es gab wie heute drei Wertungsläufe die in das Gesamtergebnis eingeflossen sind. Der Startvorgang erfolgte durch einen fliegenden Start. Hierzu markierte die Startlinie gekennzeichnet durch schwaz-weiß karierte Bojen flaggen und die Vorstartlinie welche 100 m vor der eigentlichen Startlinie mit rot-weiß karierten flaggen kenntlich gemacht wurde die sogenannte Sicherheitszone. Die Sicherheitszone durfte bis einer Minute vor dem Start nicht überschritten werden.

Fünf Minuten vor dem Start gab es einen Schuss. Dieser Signalisierte den Fahrern das sie in das Vorbereitungsfeld einfahren durften. Dort haben sie solange gekreist bis der Start welcher von einer großen Uhr angezeigt wurde freigegeben war. Die letzte Minute lief dann groß für alle sichtbar im Sekundentakt herunter. Erst dann durfte man die Start- und Ziellinie überqueren. Als Starthilfmittel waren ein Böllerschuss sowie das heran winken mit einer Weißenfahne erlaubt. Entscheidend ob ein Frühstart vorlag oder nicht war jedoch immer die Uhr. Ein Frühstart wurde mit einer Disqulifikation für diesen Wertungslauf bestraft. Gefahren wird wie heute entgegen dem Uhrzeigersinn. Alle Wendebojen waren backbord (also links) zu nehmen. Rennende ist wie heute wenn der erste Fahrer die Schwarz- / Weiß- karierte Flagge sieht.

Zur Sicherheit der Sportler trugen eine Schwimmweste und ein Schutzhelm bei. Rennoverall, Sicherheitscockpits oder ohne Seitenwände gab es damals noch nicht. Daher kam es schon einmal vor das ein Fahrer aus dem Boot in einer Wende geschleudert wurde. Um weiteren Schaden an Mensch und Maschine zu verhindern, war ebenso ein Quickstop vorgeschrieben. Das Mindestalter für Teilnehmer betrug 16 Jahre. Es wurde nach den Bestimmungen des U.I.M. Reglements sowie den Ausschreibungsbestimmungen der "Sektion Motorwasserrennsport der DDR" gefahren.
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